Donnerstag, 14. Mai 2015

Wieviel Flüssigkeit kann eine Windel eigentlich aufnehmen?

  Wir haben das mal getestet, aber dazu später...

  Heute waren wir in der Grafttherme in Delmenhorst (eher ein Tipp für Ortsansässige oder potentielle Norddeutschlandurlauber). Mir persönlich graut es immer vor solchen Ausflügen: sooo viel Zeug zum Minehmen - erst Recht mit zwei Kindern! Aber der Spaßfaktor lohnt in dem Fall jeden Aufwand. Mein Sohn ist die absolute Wasserratte und kam voll auf seine Kosten. Das Baby-/Kleinkindbecken ist nicht nur was für die Kleinen, auch die Erwachsenen (waren es wirklich alles Eltern oder haben sich da auch Nicht-Eltern dazwischen gemogelt?) ließen es sich in dem badewannentemperierten Wasser gut gehen. Auch außerhalb des Wassers ist dort alles auf Familie eingestellt: neben Sammelumkleiden gibt es dort z.B. auch Familienumkleiden - wobei die mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und dem halben Haushalt in den Taschen trotzdem noch recht eng sind. Zu Viert oder mehr sollte man dann - wenn frei - doch lieber die Behindertenumkleiden nutzen. Außerdem stehen mehrere Wickelräume zur Verfügung und es ist wirklich überall total sauber! Unsere Kleine habe ich noch schnell auf dem Boden im Ausgangsbereich angezogen (und wer mich kennt, der weiß wie pingelig ich bin). Für die (noch) Kinderlosen lohnt sich ein Besuch allerdings auch sehr: Neben dem Freizeitbereich gibt es auch ein großes Sportbecken und einen Wellness-/Saunabereich. Diesen werde ich dann allerdings lieber mal ohne Kinder mit ner guten Freundin testen.

   Nun zur Ausgangsfrage:
Unser kleiner Neptun findet nicht nur Schwimmbäder toll, sondern auch "seine Badewanne" zuhause. Das ist einfach nur ein Wäschekorb ohne Löcher. In der badet er seit er selbständig sitzen kann. Vorher haben wir ihn immer in unserem Waschbecken gebadet (das ist allerdings auch recht groß) und davor im Tummy Tub. Dieser ist in den ersten zwei Monaten ganz schön, da die Babys bis zum Kinn abtauchen und darin frei schweben - wie in Mamas Bauch. Ich persönlich finde aber, dass die Kinder dann auch recht schnell zu groß sind für diesen Eimer. Man will dann ja auch langsam mal n bisschen Planschen. "Die Badewanne" jedenfalls ist der absolute Hit. So ein Hit, dass es oft schon sehr viel Phantasie und einige Tricks unsererseits benötigte, um den kleinen Mann dort wieder heraus zu bekommen - die meisten davon nicht gerade pädagogisch sinnvoll... Oft war bzw. ist es auch einfach nur ein Kampf mit viel Geschrei und Körpereinsatz! Wir sind jedenfalls jedesmal froh, wenn wir nach dem Baden alle trocken und friedlich am Abendbrotstisch sitzen. Leider führt der Weg vom Kinderzimmer zur Küche am Bad vorbei und eines wunderschönen Abends, die große Schnullerbacke war gerade frisch gedadet, eingeölt, gewickelt und im Schlafanzug, war die Anziehung der offenen Badezimmertür und der noch immer vollen Wanne einfach so viel größer als die der Scheibe Wurstbrot in der Küche. Mein Mann machte noch im Kinderzimmer klarschiff und ich warete in der Küche, wo unser kleiner Mann allerdings nie ankam. Der hatte sich seelenruhig mit Windel und Schlafanzug wieder in die mittlerweile ziemlich kalte Badewanne gesetzt! Achso: Hausschuhe hatte er übrigens auch an... Die Situation war so urkomisch, dass wir nicht mal dazu kamen uns aufzuregen oder zu ärgern. Es gibt so Momente, da kann man einfach nur noch Lachen. Er schaffte es kaum wieder aufzustehen, weil die nasse Windel so schwer war. Ich zog sie aus und wollte sie, scheinbar naiv, auswringen. Keine Chance! Na klar: Windel sollen die Flüssigkeiten ja auch aufsaugen und nicht wieder rauslassen. Sie war allerdings nicht nur mindestens 5 Kilo schwer, sondern hatte auch fast die Ausmaße einer Wassermelone angenommen.

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